Sandbostel Ausstellung Ausstellungsgestaltung Hamburg

Dauerausstellung "Lager Sandbostel 1945-2012"

Ende September 1939 brachte die Wehrmacht die ersten 3000 polnischen Kriegsgefangenen in das kurz zuvor, nahe des niedersächsischen Dorfes Sandbostel eingerichtete Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager (Stalag) Sandbostel. Bis zur Befreiung am 29. April 1945 durchliefen mehrere Hunderttausend Gefangene aus der ganzen Welt das Lager. Ihre Behandlung war in völkerrechtlichen Verträgen geregelt, doch waren Verstöße bei allen Gefangenengruppen an der Tagesordnung.
Den sowjetischen Soldaten, die ab Oktober 1941 nach Sandbostel kamen, verweigerte die Wehrmacht aus ideologischen Gründen jeglichen Schutz durch das Völkerrecht. Tausende von ihnen starben an Hunger und Krankheiten.
Eine der zentralen Aufgabe des Kriegsgefangenenlagers war die Bereitstellung von Arbeitskräften. Bisher sind über 1.100 Arbeitskommandos im gesamten Elbe-Weser-Dreieck bekannt.
Im April 1945 deportierte die SS etwa 9500 Häftlinge aus dem Hauptlager und aus Außenlagern des KZ Neuengamme nach Sandbostel. Etwa 3000 von ihnen starben an Seuchen, an Erschöpfung oder durch Gewalttaten der Wachmannschaften.
Nach der Befreiung durch die britische Armee am 29. April 1945 und umfangreichen Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen wurde das Lager zunächst als britisches Internierungslager genutzt, anschließend als Gefängnis, als Lager für DDR-Flüchtlinge, als Bundeswehrdepot und als Gewerbegebiet. Seit 2007 ist ein Teil des Geländes Gedenkstätte. Quelle: Stiftung Lager Sandbostel

Ort

Sandbostel, Rotenburg (Wümme)

Jahr

2010

Größe

200 qm

Team

Daniel Finke
Stefan Blaas
Gisela Gross
Rusmir Ramic
Lojang Soenario
Tina Raccah
Julia Wolf
Francesco Ciccolella
Eva Maria Heinrich
Susanne Benzing

Auftraggeber

Stiftung Lager Sandbostel

Leistungen

Ausstellungsgestaltung
Ausführungsplanung
Vergabeverfahren
Bauleitung
Ausstellungsgrafik
Medienplanung
Medienprogrammierung
Screendesign
Architekturleistungen LPH 1-9

Credits

Fotos Copyright Taufik Kenan